Du siehst aus wie ein Max.
Und sie wie eine Anna. Diese Aussagen bestehen
offenbar aus mehr als nur Bauchgefühl. Die
Wissenschaft sagt, den Vornamen sehe man Menschen
tatsächlich an!
Schweizer Illustrierte
Wenn Eltern einen Namen für ihr Kind aussuchen, hoffen
sie, dass er zu seinem Wesen passen wird. Dass er sich
auf dem Pausenplatz während der Schulzeit nicht zur
Steilvorlage für Hänseleien entpuppt und im besten
Fall mit seiner Bedeutung sogar ein gewisses Omen für
das Leben des Kindes darstellt. Nicht grundlos haben
viele beliebte Vornamen Bedeutungen wie «Stärke»,
«Licht» oder «Liebe».
Was viele Eltern wohl nicht erwarten: dass sich die
Wahl des Vornamens auch im Gesicht des Kindes
niederschlägt. Dies legen acht Einzelstudien aus
Israel nahe.
So spiegelt sich der Vorname in einem Gesicht
Forscher der Hebräischen Universität in Jerusalem
haben 2017 untersucht, ob und wie der Vorname eines
Menschen dessen äusseres Erscheinungsbild beeinflusst.
Und sie sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen:
In 25 bis 40 Prozent der Fälle schafften es
Teilnehmer, Namen von fremden Personen richtig zu
erraten.
Das Ergebnis variierte je nach Art des Tests. Stand
den Teilnehmenden eine Auswahl von fünf Namen zu einer
Person zur Verfügung, errieten 35 Prozent den Namen
richtig. Für die Forschenden ist dies eine hohe
Trefferquote.
Ein Computer hat ausserdem die Gesichtszüge von Leuten
mit gleichen Vornamen analysiert und bestätigt: Wenn
Leute denselben Vornamen tragen, ähneln sich auch ihre
Gesichtszüge – besonders um die Augen und um den Mund.
Der Test fand mit 94'000 Gesichtern statt. Am besten
erkannte der Computer übrigens Menschen mit dem
Vornamen Veronique (Trefferquote 65 Prozent)
und Laurent (Trefferquote 64 Prozent).
So begründen die Forschenden das Phänomen
Für die Forschenden ist klar: der Zusammenhang
zwischen Gesichtszügen und Vornamen hat seinen
Ursprung in der sozialen Prägung eines Menschen. «Von
unserer Geburtsstunde an unterliegen wir einer
sozialen Strukturierung. Nicht nur durch Geschlecht,
ethnische Zugehörigkeit oder sozioökonomisches Umfeld,
sondern ganz simpel auch durch den Namen, den andere
für uns auswählen», sagt Ruth Mayo, Mitautorin der
Studie.
«Andere» sind in diesem Fall die Eltern. Und dass die
Eltern mit der Namenswahl meist auch eine Hoffnung
oder Erwartung ans Kind aussprechen oder dass sie
damit ihre eigene Beziehung zum Kind betonen, ist
nicht von der Hand zu weisen.
Was die Studie auch zeigt: Französischen Teilnehmenden
gelang es deutlich häufiger, die Vornamen von
Franzosen zu erraten als die von Menschen aus Israel.
Auch umgekehrt zeigte sich dieser Effekt. Das
bestätigt, dass soziale und kulturelle Erwartungen,
wie eine Person mit einem bestimmten Namen zu sein und
auszusehen hat, vorhanden sind.
Oder anders gesagt: Ein Mensch passt sich ab der
Stunde der Geburt an seinen Namen an.
Wie unser Name uns ausserdem prägt
Fakt ist: Vornamen sind mit Vorurteilen behaftet. Und
Vorurteile prägen uns. Ein Kevin hat es
erwiesenermassen schwerer in der Schule als ein
Maximilian – auch wenn beide Jungen genau dieselbe
Leistung erbringen. Es gibt Studien, die belegen, dass
Lehrpersonen mit bestimmten Vornamen bestimmte
Eigenschaften verbinden und Schülerinnen und Schüler
dem ausgeliefert sind.
Ausserdem geben Eltern aus gehobenen
Gesellschaftsschichten ihren Kindern andere Namen als
Eltern aus bildungsfernen Verhältnissen – entsprechend
setzen sich Vorurteile zur Gesellschaftsschicht auch
in den vermeintlich dazugehörenden Vornamen ab.
Zwar kann ein Mensch aufgrund seines Vornamens nicht
eindeutig einem Teil der Gesellschaft zugeordnet
werden, jedoch zeigt eine niederländische Studie,
welche zwischen 1982 und 2003 die Namensgebung nach
Bildungsschichten untersuchte, dass Eltern mit
geringerem Einkommen dazu tendieren, ihren Kindern
exotischere Namen zu geben als Eltern mit höheren
Einkommen. Letztere tendieren dazu, Namen aus der
Region zu wählen.
Der Zusammenhang zwischen Gesicht und Vorname hat
sogar einen Namen
Zurück zum Gesicht, in dem sich der Vorname spiegelt.
Das Phänomen hat sogar einen Namen. Man spricht in der
Psychologie vom Dorian-Gray-Effekt. Diese Bezeichnung
leitet sich von Oscar Wildes Roman «Das Bildnis des
Dorian Gray» ab, in dem sich die Spuren der Sünden des
Protagonisten in dessen Bildnis abzeichnen.
Strategische Namengebung:
Es wird behauptet am 6.3.2026: Gewisse
Vornamen bringen den Menschen mehr Glück als andere:
Diese tollen Vornamen sind echte
Glücksbringer
https://www.blick.ch/life/familie/neues-leben-neues-glueck-diese-tollen-vornamen-sind-echte-gluecksbringer-id21691747.html
Ein Baby zu bekommen, ist für Eltern das pure Glück.
Und natürlich wünschen sie sich nichts mehr, als dass
das kleine Wesen ein glückliches Leben führen wird. Da
kann es doch nicht schaden, das Glück gleich in den
Vornamen zu packen:
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Der von den Eltern gewählte Vorname begleitet uns ein
Leben lang. Genau aus diesem Grund zerbrechen sich
viele Eltern bei der Namenswahl oft über Wochen den
Kopf. Schliesslich soll der Name zum Kind passen,
nicht leicht verschandelt werden können und dem Kind
in seinem weiteren Leben keine Nachteile bringen.
Besonders schön ist es, wenn der Vorname nicht nur
hübsch klingt, sondern auch eine positive Bedeutung
hat. Die folgenden Mädchen- und Knabennamen erfüllen
dieses Kriterium auf jeden Fall: Sie stehen alle für
Glück.
Mädchennamen:
ALINA
Dieser Mädchenname kann sowohl die moderne Form von
Adelheid als auch eine Abwandlung von Helena sein. Ihm
werden die Bedeutungen «die Glückliche», aber auch
«die Edle» oder «die Strahlende» zugeschrieben.
DALIA
Dalia ist in der litauischen Mythologie die Göttin des
Schicksals. Im Litauischen bedeutet der Name aber
nicht nur «Schicksal», sondern auch «Glück».
HANNA
Hanna, aber auch Hannah – wie der Name im englischen
Sprachraum oft geschrieben wird – oder die arabischen
Versionen Hana und Hanaa stehen allesamt für «Glück»
und «Freude».
FELICITAS
Felicitas stammt aus dem Lateinischen. Der Mädchenname
bedeutet «die Glückliche», «die Erfolgreiche» und «die
Fruchtbare». In der römischen Mythologie ist Felicitas
dann auch die Göttin des Glücks und der Fruchtbarkeit.
LENI
Dieser Mädchenname steht für «die Glückliche» oder
auch «die Gutmütige». Er stammt aus Kuba, ist aber
auch die Kurzform von Namen wie Helene, Helena oder
Magdalena.
Knabennamen:
BEN
Ben oder auch die längere Version Benedikt hat seinen
Ursprung im Hebräischen. Auf Deutsch bedeutet der Name
«Sohn des Glücks».
DENNIS
Dieser altgriechische Name ist Dionysos, dem Gott des
Weins, gewidmet. Seine Bedeutung ist aber «der
Glückliche» oder «der Freudige».
FELIX
Felix ist ein lateinischer Knabenname, der in den
letzten Jahren plötzlich wieder an Beliebtheit
zulegte. Genau wie die weibliche Form Felizitas – oder
Felicitas – bedeutet er «der Glückliche», «der
Erfolgreiche» und «der Fruchtbare».
NILS
Nils ist die deutsche und skandinavische Version von
Nikolaus und steht für «der Glücksbringende».
YOSHI
Dieser Name ist japanisch und bedeutet sowohl «der
Gute» als auch «der Glückliche».
Liebevolles Zeichen für den Lebensweg
Ob Alina, Felix oder Yoshi – am Ende entscheidet
natürlich das Bauchgefühl. Doch ein Name, der Glück,
Freude oder Erfolg in sich trägt, ist ein wundervoller
Start ins Leben. Vielleicht ist er kein Garant für ein
sorgenfreies Dasein, dafür aber ganz bestimmt ein
liebevolles Zeichen der Hoffnung, das Eltern ihrem
Kind mit auf den Weg geben.







