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Kindererziehung bei Kindern generell 0 bis 20 Jahre (Teil 5 - ab 19.2.2026)

19.2.2026: Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit und den Wortschatz --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen  Wurzeln und Flügel." - Johann Wolfgang von Goethe - Link

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19.2.2026: Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit und den Wortschatz:
Entwicklung: «Erkenne sofort, ob einem Kind vorgelesen wurde oder nicht»
https://www.20min.ch/story/lehrer-erkennen-sofort-ob-kindern-vorgelesen-wird-was-steckt-dahinter-103475052

Webseite: https://www.kinderlesen.ch/

Fototexte:
-- Auch wenn es für die Eltern manchmal anstrengend sein kann: Vorlesen lohnt sich.
-- Auch wenn die Kinder selber lesen lernen, sollen Eltern oder andere Bezugspersonen weiterhin vorlesen.
-- Mit dem Vorlesen soll man ganz früh beginnen, aber auch Familien, die im Alltag viele Geschichten erzählen und miteinander kommunizieren, geben ihren Kindern ein gutes Sprachgefühl mit.


Der Artikel:

Laura Zygmunt -- Michelle de Oliveira -- Auf Social Media behaupten Lehrpersonen, dass sie sofort merken, welchen Kindern vorgelesen wird. Ob das wirklich stimmt und welche Vorteile Vorlesen mit sich bringt.

«Ich kann nicht sagen, ob ein Kind gestillt wurde oder nicht, aber ich erkenne sofort, ob einem Kind vorgelesen wurde oder nicht.» Das sagt ein britischer Lehrer auf Tiktok und trifft einen Nerv der Zeit. Knapp 260'000 Menschen haben sein Video gesehen. Ob er wirklich der Erste ist, der diese These aufstellt, ist unklar – auf Social Media finden sich zig andere Videos mit der identischen Aussage.

Ein solches Video teilt beispielsweise auch Creatorin Jenni auf Tiktok. Ihr deutschsprachiges Tiktok hat über 400'000 Aufrufe und über 600 Kommentare.

«So ein guter Satz, aber wann sollte man anfangen vorzulesen?», fragt jemand in der Kommentarspalte. «Mein Kind ist zwei Jahre alt und hört mir leider gar nicht zu, wenn ich vorlese», schreibt jemand anderes. «So ein Quatsch, das erkennt man nicht», lautet die Meinung einer anderen Person.

Tipp: Kinder- und Jugendbuchfestival in Zürich
Wer das Vorlesen nicht nur im Kinderzimmer, sondern gemeinsam mit anderen Familien feiern möchte, bekommt in Zürich eine passende Gelegenheit: Dort findet demnächst das Festival «Kinder lesen» statt und lädt zu 12 Lesungen für Kinder und Jugendliche von 0 bis 14 Jahren ein. Dazu kommen eine grosse Bücherschau, Kalligrafie- und Handlettering-Workshops und die Buchvernissage von Globis neuem Kinderbuch.

Merken Lehrpersonen, wem vorgelesen wird und wem nicht?

Wir haben beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) nachgefragt, ob Lehrpersonen in der Schule wirklich merken, ob einem Kind vorgelesen wird oder nicht. «Aus unserer Sicht kann eine Lehrperson zwar gewisse Anzeichen erkennen, diese lassen aber keine eindeutigen Rückschlüsse darauf zu, ob dem Kind zu Hause vorgelesen wird oder nicht», antwortet Dr. Beat A. Schwendimann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle. Die individuelle Sprachentwicklung hänge von vielen Faktoren wie der familiären Zeit, dem Zugang zu Büchern und der allgemeinen Förderung ab.

Aber: «Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, verfügen oft über einen breiteren Wortschatz und differenzierte Satzstrukturen», so der Experte. «Sie zeigen häufig eine längere Konzentrationsspanne beim Zuhören, stellen aktive Nachfragen und erzählen Erlebnisse mit einem klaren roten Faden.»

Und wie sieht es im umgekehrten Fall aus? «Ein weniger sicherer Wortschatz oder Mühe mit längeren mündlichen Aufträgen dienen als mögliche Hinweise darauf, dass einem Kind wenig oder nicht vorgelesen wird», sagt Dr. Beat A. Schwendimann. «Das ist aber keine Diagnose.»

Weitere Hinweise können sein, dass betroffene Kinder teilweise weniger Ausdauer im Umgang mit Texten oder eine geringere Vertrautheit mit Erzählformen zeigen. «Diese Beobachtungen hängen stark vom Umfeld und den bisherigen Lernerfahrungen ab.» Pisa-Auswertungen für die Schweiz verdeutlichen, dass die Lesefreude eng mit der Kompetenz im Umgang mit Texten verknüpft ist.

So klappt es zu Hause mit dem Vorlesen

    Früh anfangen: Mit dem Vorlesen oder dem Erzählen von Bilderbüchern soll man möglichst früh anfangen, bereits im Babyalter. Die Auswahl der Bücher kann man je nach Interessen und Ausdauer mit der Zeit anpassen.
    Regelmässigkeit und Rituale: «Ein kurzes tägliches Ritual von fünf bis zehn Minuten ist wirksamer als seltene lange Einheiten. Das gemeinsame Betrachten von Bildern und einfache Gespräche über den Inhalt von Geschichten sind bereits wertvoll», rät Dr. Beat A. Schwendimann.
    Auch im Schulalter nicht aufhören vorzulesen: «Für Kinder ist es ungemein hilfreich, dass ihnen während der Zeit, in der sie in der Schule lesen lernen, weiterhin vorgelesen wird», sagt Barbara Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin des SIKJM. Der Prozess des Lesenlernens sei sehr anstrengend und langwierig. Da sei das Vorlesen wie ein «Geschenk» und helfe den Schülerinnen und Schülern. «Erfahrungsgemäss ist das jedoch genau der Moment, in dem Eltern aufhören vorzulesen, da sie denken, das Kind muss das jetzt selbst lernen.»

Vorlesen macht schlau

Fakt ist: Vorlesen bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Die Ärztin Maria Bordelius zählt in einem Tiktok-Video einige davon auf: «Vorlesen macht dein Kind schlauer, es schafft Nähe und vergrössert den Wortschatz.» Kinder lernen durch Geschichten, Gefühle zu erkennen und zu benennen. Durch das Zuhören und Stillsitzen üben sie ausserdem, sich zu konzentrieren und bei der Sache zu bleiben.

Es gibt ausserdem zahlreiche Studien, welche die Vorteile des Vorlesens belegen, etwa dass es nachweislich die schulischen Leistungen verbessert. «Regelmässiges Vorlesen unterstützt das Sprachverständnis massgeblich und erleichtert den Einstieg in das Lesen und Schreiben», ergänzt Dr. Beat A. Schwendimann.

Auch Alltagsgeschichten helfen Kindern

Beim Vorlesen geht es nicht nur um Bildung: «Wer Bücher vorliest, bietet Kindern Nähe und Aufmerksamkeit und schafft einen Raum, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen können», schreibt das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) auf seiner Website. Ausserdem werden die Empathiefähigkeit sowie die sozialen und emotionalen Kompetenzen gefördert. Das Institut führt am 27. Mai seinen neunten Schweizer Vorlesetag durch. Das gemeinsame Vorlesen soll nicht nur Menschen verbinden und den Austausch fördern, sondern auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig Vorlesen für die kindliche Entwicklung ist.

Doch es ist nicht alles ans Vorlesen geknüpft: «Familien, die im Alltag sprachlich viel miteinander kommunizieren und tolle Geschichtenerzähler sind, geben ihren Kindern ebenfalls viel Sprache mit», erklärt Barbara Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin des SIKJM. Diese Sprache sei jedoch mehr mit der Alltagssprache verknüpft als mit der literarischen, welche in Büchern zu finden ist. Da die literarische Sprache näher an der Bildungssprache ist, hilft das Kindern später im Schulkontext.»



"Eierschaleneltern":

UNberechenbare "Eierschaleneltern" am 2.3.2026: Das stresst die Kinder bis ins Mark, wenn die kr. Eltern keine "emotionale Verantwortung" zeigen - und das hemmt das Kind und die Kreativität:
Erziehung: Wer mit «Eierschalen-Eltern» aufwächst, zahlt später den Preis
https://www.20min.ch/story/erziehung-wer-mit-eierschalen-eltern-aufwaechst-zahlt-spaeter-den-preis-103513479

Carolina Lermann -- Zurückhaltende, überangepasste Kinder wirken brav – stehen aber häufig unter Dauerstress. Warum das Aufwachsen mit sogenannten Eierschalen-Eltern bis ins Erwachsenenleben nachwirkt.

Vielleicht kennst du das Gefühl aus deiner Kindheit: Die Haustür geht auf, deine Mama kommt nach Hause und dein Herz fängt plötzlich an zu rasen. Du bist nervös, weil du nicht weisst, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet.

Oder: Du willst deinem Papa etwas erzählen, dieser hört dir aber nicht zu. Statt deinen Frust darüber zum Ausdruck zu bringen, schluckst du deine Gefühle runter. Mal wieder. Denn du hast gelernt, dass deine Emotionen eine Situation nur verschlimmern. Diese besondere Vorsicht, als würdest du auf Eierschalen laufen, ist kein seltenes Phänomen.

Verständnis, Rückzug oder Wut: Wie reagiert Mami oder Papi?
Auch wenn der Begriff «Eierschalen-Eltern» kein offizieller ist, beschreibt er recht treffend eine Kindheit, die davon geprägt ist, wenn Emotionen der Eltern unberechenbar und unvorhersehbar sind. «Kinder wissen nicht, ob sie auf elterliches Verständnis, Rückzug, Wut oder Kränkung stossen», erklärt Psychologin Joëlle Gut.

Darum bauen Betroffene eine Art Schutzwall um sich herum: «Oft sind diese Kinder extrem aufmerksam gegenüber Stimmungen, Tonlagen oder kleinsten Veränderungen. Sie übernehmen auch häufig früh Verantwortung und sind auffällig unauffällig». Was auf den ersten Blick empathisch, stark oder brav wirkt, kann beim genaueren Hinsehen laut Gut als Unsicherheiten oder Stress gedeutet werden.

«Viele trauen sich kaum, eigene Bedürfnisse zu äusseren – aus Angst, bei den Eltern etwas auszulösen.» Sie lernen früh: Sicherheit entsteht durch Anpassung. Darum richtet sich ihr Blick auch vor allem nach aussen. Wie geht es Mama? Ist Papa heute gut gelaunt – oder halte ich mich lieber zurück? Das eigene Wohlergehen rückt in den Hintergrund. «Das erschwert die Entwicklung von Selbstwahrnehmung, emotionaler Sicherheit und Vertrauen.»

Weitere Symptome

-- Bauch- oder Kopfschmerzen
-- Einschlafschwierigkeiten
-- Depressive Verhaltenszüge
-- Rückzug
-- Psychische Symptome

Psychisch hochbelastend: «Das Kind lebt nicht im Moment»

«Entscheidend ist nicht die einzelne Eskalation, sondern die ständige Unsicherheit darüber, wie die elterliche Stimmung gerade ist», sagt Gut. Während einzelne Ausbrüche durch Entschuldigung und Reflexion aufgearbeitet werden könnten, untergrabe dauernde Unsicherheit das Urvertrauen. «Das Kind lebt nicht im Moment, sondern ständig in Erwartung der nächsten Eskalation.» Und das hat Folgen: Zum einen sei eine solche Dauersituation psychisch hochbelastend, zum anderen wirke es sich auf die Bindung aus. «Langfristig entsteht ein unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes Bindungsmuster, das sich bis ins Erwachsenenalter ziehen kann.»

Apropos Erwachsensein: Was in der Kindheit als Schutz anfängt, endet nicht automatisch mit dem Auszug von zu Hause. Häufig hält dieser innere Alarmmodus an. Viele Betroffene scannen weiterhin Stimmungen, übernehmen Verantwortung für Konflikte oder haben Mühe, eigene Bedürfnisse zu äussern. «Häufig zeigen sich innere Leere und chronische Anspannung. Ausserdem kann ein unsicher-ambivalentes oder desorganisiertes Bindungsmuster verhindern, selbst erfüllende Partnerschaften zu leben.»

«Manche funktionieren nur noch im Dauerstress»

Hinter Eierschalen-Eltern steckt selten böse Absicht, sondern häufig Überforderung. «Viele dieser Eltern sind selbst emotional überlastet, haben eigene unverarbeitete Erfahrungen oder nie gelernt, Gefühle gut zu regulieren.» Hinzu kommt gesellschaftlicher Druck: zwei arbeitende Elternteile, hohe Erwartungen, viel Verantwortung. Manche funktionieren nur noch im Dauerstress. «Man will alles unter einen Hut bringen und springt von einem Termin zum nächsten», so Gut. Das fördert einen elterlichen Funktionsmodus, der im stressigen Alltag oft hilft, «uns aber wenig empathisch erziehen lässt».

Für viele mag diese Erklärung nachvollziehbar sein. Für Kinder wird die Situation dadurch aber nicht weniger belastend. «Kinder brauchen keine perfekten Eltern, jedoch eine hohe emotionale Verlässlichkeit, um die Welt zu entdecken und in den Eltern einen sicheren Hafen zu wissen.»

Was können Eierschalen-Eltern tun?
Wer sein eigenes Verhalten im oben beschriebenen Text wiedererkennt, kann laut der Psychologin an Folgendem arbeiten:

    Emotionale Verantwortung zurücknehmen. Kinder dürfen nicht für elterliche Gefühle zuständig sein.
    Vorhersehbarkeit, klare Kommunikation und echte Entschuldigungen nach Überforderung sind essenziell.
    Sich selbst Unterstützung holen.




4 Faktoren in der Kindheit am 19.3.2026: Gute Familie -- gute Grosseltern -- Weiterbildung mit Lesen -- die eigene Freiheit selber entdecken dürfen:
Erfolg beginnt in der Kindheit - mit diesen vier Grundlagen
https://www.epochtimes.de/gesellschaft/erfolg-beginnt-in-der-kindheit-und-mit-diesen-4-grundlagen-a5418013.html

Kinder profitieren mehr von einer unterstützenden Familie als von aufwendigen Fördermaßnahmen.

Lesedauer: 9 Min.

Man merkt, dass man alt wird, wenn man beginnt, die Träume, die man einst für sich selbst hatte – wie etwa Basketball in der NBA zu spielen –, auf sein Kind zu übertragen, bemerkte ein Freund von mir kürzlich.
Seine Beobachtung dürfte wohl jedem Elternteil bekannt vorkommen. Schon von dem Moment an, in dem ein Kind noch nicht einmal geboren ist, träumen fast alle zukünftigen Eltern davon, ihrem Baby das Beste vom Leben zu bieten. Und in den folgenden Jahren setzen Eltern alles daran, diesen Wunsch zu erfüllen. Sie sorgen für optimale Ernährung, die bestmögliche, bezahlbare Ausbildung sowie Unterricht in Klavier, Tanz, Fußball, Computerprogrammierung und allem anderen, was ihrem Kind Glück und zukünftigen Erfolg bringen könnte.
Aber haben Sie sich jemals gefragt, ob all diese Bemühungen nicht übertrieben sind? Was wäre, wenn die Schlüssel zum zukünftigen Erfolg unseres Kindes in viel einfacheren Dingen liegen würden?
Diese Frage kam mir beim Lesen der Autobiografie des US-Autors und Historikers Russell Kirk mit dem Titel „The Sword of Imagination“ (Das Schwert der Einbildungskraft) in den Sinn. Obwohl Kirk nicht unbedingt ein bekannter Name ist, führte er zweifellos ein erfolgreiches Leben. Tatsächlich gilt er als einer der führenden konservativen Denker des 20. Jahrhunderts, der Millionen Amerikaner beeinflusste, indem er 1957 die Zeitschrift „Modern Age“ gründete und als maßgeblicher Autor für prominente Publikationen wie die 1955 gegründete „National Review“ schrieb.
Man könnte meinen, dass ein so erfolgreicher, einflussreicher Mann mit dem Besten von allem aufgewachsen ist – und das ist er auch, aber nicht auf die Weise, wie viele von uns denken würden. In Wirklichkeit war seine Kindheit geprägt von Einfachheit, charakterisiert durch die folgenden vier Dinge:

Eine glückliche Familie

Kirk schrieb: „Der kleine Russell wurde in eine Welt häuslicher Ordnung hineingeboren – eine Welt mit glücklichen Ehen, mit Großzügigkeit gegenüber den Kindern, mit engem familiären Zusammenhalt und einem ausgeprägten Bewusstsein für ihre eigene Beständigkeit“.
Kirks Eltern waren weder übermäßig reich noch übermäßig gebildet. Er notiert, dass sein Vater nur eine – für einfache Verhältnisse damals übliche – Schulbildung bis zur sechsten Klasse hatte und verschiedene Jobs ausübte, bevor er schließlich den Großteil seines Lebens bei der Eisenbahn arbeitete. Dennoch schreibt Kirk seiner Beziehung zu seiner Familie eine große Bedeutung zu, die ihn „auf die Begegnung mit der feindseligen Welt vorbereitet“ habe.
Die Anwesenheit seines Vaters spielte dabei vermutlich eine große Rolle. Kirk beschreibt ihn so: „Besonnen, pflichtgetreu, stets freundlich und höflich in seiner Ausdrucksweise, verbrachte er seine vielleicht glücklichsten Stunden damit, mit seinem kleinen Sohn im Schatten einer großen Eiche oberhalb des Mühlenteichs zu liegen.“
Welch ein Kontrast zu den heutigen Vorgaben, unzählige Stunden damit zu verbringen, Ruhm, Reichtum und Erfüllung zu suchen! Stattdessen zeigt Kirks Vater, dass eine der größten Erfüllungen im Leben darin besteht, treu einen ganz normalen Beruf auszuüben, um seine Kinder zu versorgen – einen Beruf, der einem nicht in dem Maß die Kraft raubt, dass man keine Zeit mehr aufbringen kann, um sich liebevoll um sie zu kümmern und sie zu fördern.

Interaktion mit der erweiterten Familie

Neben der Zeit mit seinem Vater verbrachte Kirk auch viel Zeit mit Frank Pierce, seinem Großvater mütterlicherseits.
„Mr. Pierce hatte keine engen Freunde seiner eigenen Generation“, schreibt Kirk.
„Mit seinem Enkel unterhielt er sich und unternahm Spaziergänge.“ Die beiden durchstreiften Berg und Tal und „sprachen über den Fortschritt, die Ungerechtigkeiten Richards II., den Wunsch nach Unsterblichkeit, die Bedeutung von Träumen, ob das Meer kochend heiß ist und ob Schweine Flügel haben. Gleichwohl geschah es eher durch das eigene Vorbild denn durch förmliche Unterweisungen, dass der alte Gentleman den Knaben Mildtätigkeit und Seelenstärke lehrte.“
Es wird immer seltener, dass Kinder regelmäßigen Kontakt zu ihren Großeltern oder älteren Verwandten haben. Der Verlust von Gemeinschaft und die Geschäftigkeit des Familienalltags tragen dazu bei, leider aber auch der wachsende Trend zur Entfremdung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern sowie deren Familien.

Offensichtlich hat Kirks Großvater ihn mit vielen tiefgründigen Gedanken, Weisheit und Charaktereigenschaften vertraut gemacht. Die Frage ist, ob wir unseren Kindern einen regelmäßigen Zugang zu ihren Großeltern ermöglichen, damit auch sie dieses Wissen erlangen können. Und umgekehrt: Großeltern, nutzt ihr eure Zeit und euren Einfluss, um die jungen Menschen in eurem Umfeld zu fördern und zu unterstützen? Die Weisheit der älteren Generation ist unbezahlbar.

Regelmäßige Leseerfahrungen

Bücher waren ein fester Bestandteil von Kirks Leben – einerseits durch die Empfehlungen seines Großvaters, andererseits auch durch die zahlreichen Bücher in dessen Haus. Kirk begann erst im Alter von sieben Jahren, selbstständig zu lesen. Dies war das Verdienst seiner Mutter, die ihm stundenlang vorlas und ihm so einen großen Wortschatz vermittelte. Dank dieser Vorarbeit konnte er innerhalb von zwei Wochen lesen lernen.
„Vorlesen ist einer der wenigen Bereiche, der alle Kriterien in Bezug auf soziale, emotionale und mentale Gesundheit erfüllt“, heißt es in einem Artikel von „National Public Radio“ (NPR), in dem die Beraterin für kindliche Lese- und Schreibfähigkeit Keisha Siriboe interviewt wurde. Sie stellte fest, dass „Vorlesen den Menschen bei der Stressbewältigung, bei der Entwicklung von Hoffnung und Widerstandsfähigkeit helfen kann“. Kirks Mutter nutzte diese Vorteile des Vorlesens unwissentlich aus. Tun wir das auch? Wenn nicht, verpassen wir eine wunderbare Zeit der Bindung, die unseren Kindern bei ihrem zukünftigen Lernen und Wissen helfen wird.

Die Freiheit zu entdecken

Viele Kinder von heute sind in Watte gepackt und werden sorgfältig überwacht, damit sie sich selbst oder anderen keinen Schaden zufügen.
Nicht so bei Kirk. Ihm wurde die Freiheit gegeben, durch eigenes Handeln zu erkunden und zu lernen:
„Er spielte und raufte mit den kernigen Burschen der Unterstadt, taufte sie Ritter der Tafelrunde und stattete sie mit Holzschwertern und Papprüstungen aus. In der Bank seines Großvaters stempelte er rückseitige Vermerke auf Schecks und es wurde ihm sogar gestattet, die Schließfächer im Tresorraum wie Bauklötze aufzustapeln.“

Wie oft ermöglichen wir unseren Kindern, frei zu spielen und ihrer Einbildungskraft freien Lauf zu lassen? Wie oft erlauben wir ihnen, sich unter uns zu mischen und unbewusst die Abläufe des Erwachsenenlebens und seiner Mühen zu lernen, während wir arbeiten? Dadurch entwickeln unsere Kinder eine Unabhängigkeit und Neugier, die ihnen eines Tages helfen werden, Risiken einzugehen und Herausforderungen anzunehmen, von denen die heutigen, vom Bildschirm abhängigen Kinder nicht einmal zu träumen wagen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: So sehr wir unseren Kindern auch alles geben wollen, um ihnen die beste Chance auf Erfolg zu bieten, sind es oft die einfachsten, übersehenen Dinge, die ihnen tatsächlich den größten Vorsprung im Leben verschaffen. Sind wir bereit, unsere Zeit zu opfern, um diese einfachen Dinge zu verwirklichen? Wenn wir es nicht tun, werden unsere Kinder später darum kämpfen müssen, den Boden wiedergutzumachen, den sie verloren haben.

Der Artikel erschien im Original bei theepochtimes.com unter dem Titel „Childhood Success Starts With These 4 Basics“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)




Schweiz und Erziehung am 30.3.2026: Reiche Leute geben ihre Kinder immer mehr in der Kita ab und erziehen immer weniger selber:
Eure Meinung: «Pool und Porsche, aber Kindererziehung übernehmen andere»
https://www.20min.ch/story/eure-meinung-pool-und-porsche-aber-kindererziehung-uebernehmen-andere-103537199

Anja Zingg -- Immer mehr Kinder werden fremdbetreut. Vor allem bei reichen Familien. Das zeigt eine neue Befragung. Die Community ist sich uneins, wie sie das finden soll.

    Immer mehr Kinder in der Schweiz werden fremdbetreut.
    Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik bestätigen dies.
    Vor allem gut verdienende Paare lassen Kinder fremdbetreuen.
    Die Community diskutiert diese Entwicklung kontrovers.

Kinder in der Schweiz werden immer häufiger nicht nur durch Eltern, sondern auch durch Grosseltern, den Hort oder die Kita betreut. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Rund 68 Prozent der Kinder unter 13 Jahren in der Schweiz werden familienergänzend betreut.

Vor allem bei Gutverdienenden ist die Kita beliebt. Mehr dazu liest du hier im Originalartikel. Die Community diskutiert darüber, ob dies gut oder schlecht ist.
«Musste Meinung revidieren»

Viele Leserinnen und Leser finden Fremdbetreuung etwas Positives für das Kind. «In der Kita erhalten Kinder sehr viel Aufmerksamkeit und lernen eine Unmenge an Dingen, die zu Hause nicht möglich sind», schreibt User pegasus99.

Radibu findet Kitas aus einem weiteren Grund sinnvoll: «Die Kita ist eine Möglichkeit, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. Dass beide im Beruf bleiben können, ist wichtig. Wenn es Scheidungen gibt, ist die Armutsgefahr dann viel kleiner.»

User Pegasus99 schreibt: «Ich musste meine Meinung auch revidieren. Kinder werden dort sozialisiert, lernen Strukturen und Abläufe und sich anzupassen, weil es eben noch andere Kinder gibt. Sie finden dort Freunde und Ansprechpersonen, lernen, sich in Gruppen zu verhalten, wie man sich am Tisch aufführt und Konflikte bewältigt.

«Kita-Kinder sind nicht deine Kinder»
Doch es gibt auch die andere Seite. User Stormstepper ist gar kein Fan von Fremdbetreuung: «Kita-Kinder sind nicht deine Kinder und Punkt. Mindestens acht Stunden am Tag kopieren sie fremdes Verhalten, Gesten und Vokabular.» Auch DemonsInc findet direkte Worte: «Ist doch toll, Porsche vor der Garage, Pool im Garten, im Job ne grosse Nummer, aber die Kindererziehung übernehmen andere.»

«Kita soll für Alleinerziehende sein»
User grübä findet: «Die Kita wäre eigentlich da, um alleinerziehenden Elternteilen das Arbeiten zu ermöglichen. Diese Kosten könnten locker durch die Allgemeinheit bezahlt werden.»

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